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Biomasse gibt KWK neuen Schub

Enercity setzt im Contracting auf innovative Ideen Das sächsische Schöneck nahe der tschechischen Grenze hat Besonderes zu bieten. Auch technisch: seit Juli 2006 erzeugt Danpower, eine Tochter der Stadtwerke Hannover AG, hier mit einem umweltschonenden Heizkraftwerk Strom und

Enercity setzt im Contracting auf innovative Ideen

Das sächsische Schöneck nahe der tschechischen Grenze hat Besonderes zu bieten. Auch technisch: seit Juli 2006 erzeugt Danpower, eine Tochter der Stadtwerke Hannover AG, hier mit einem umweltschonenden Heizkraftwerk Strom und Wärme. Geheizt wird mit Holzhackschnitzeln aus den umliegenden Wäldern. Das so genannte ORC-Verfahren ermöglicht dabei, die auf einem vergleichsweise niedrigen Temperaturniveau anfallende Wärme in einem relativ kleinen Kraftwerk zusätzlich auch zur Stromerzeugung in einem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess zu nutzen. „Die von Danpower realisierte Anlage ist ein sehr gutes Beispiel für effizienten Rohstoffeinsatz und nachhaltige Erzeugung“, sagte Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG und BGW-Präsident, im Rahmen einer gemeinsamen Besichtigung des Heizzentrale in Schöneck mit dem sächsischen Umweltminister Stanislaw Tillich.

Für die Stadtwerke Hannover hat die Anlage aus mehreren Gründen eine besondere Bedeutung. Denn nicht nur technisch ist sie beachtenswert – es ist das erste größere Projekt, das die Danpower GmbH seit der Übernahme von 74,9 Prozent der Gesellschaftsanteile durch die Stadtwerke Hannover fertig  stellte. „Wir wollen mit unserer Tochter Danpower sowohl auf dem Contracting-Markt als auch bei der Erzeugung von Nutzenergie mit Biomasse bundesweit deutliche Zeichen setzen“, fasst Feist die Ziele der Stadtwerke Hannover zusammen. Die Voraussetzungen hierfür seien gut. Die Stadtwerke Hannover, die auch schon in der Vergangenheit unter ihrem Markennahmen „enercity – Positive Energie“ überregional umfangreiche Contracting-Projekte realisierten, haben frühzeitig Erfahrungen mit dem Einsatz von Biomasse gesammelt. So setzen die Stadtwerke sowohl Holzhackschnitzel als auch Holzpellets zur Wärmeerzeugung bei Kunden ein. Und gemeinsam mit E.ON Kraftwerke betreibt enercity ein Biomassekraftwerk (Leistung 20 MW el optional 30 MW th) in Landsbergen im Raum Hannover. „Mit Danpower haben wir einen Partner, der exzellente Lösungen entwickelt“, hebt der Vorstandsvorsitzende hervor. „Ökologische Projekte zu planen, ist die eine Seite – sie wirtschaftlich zu entwickeln und zu betreiben, kennzeichnet jedoch die erfolgreichen Unternehmen“, so Feist. Durch Danpower wollen die Stadtwerke Hannover besonders die Potentiale zur Effizienzverbesserung in bestehenden Heizzentralen und Fernheizsystemen heben. Aber auch neue Anlagen wie zum Beispiel zur Biogaserzeugung ständen auf der gemeinsamen Aufgabenliste. „Biomasse ist nicht nur positiv für die Umwelt, sondern auch die lokale Wirtschaft profitiert davon. Denn die Wertschöpfung bleibt in der Region und neue Arbeitsplätze entstehen vor Ort“, betont Feist. Das gilt auch für das Investitonsvolumen in Höhe von knapp vier Millionen Euro.

Hintergrund: ORC (Organic Rankine Cycle)

In einem Kraftwerk mit ORC-Prozess wird die zur Stromerzeugung eingesetzte Turbine statt wie üblich mit Wasserdampf von einem Silikonöl angetrieben. Die Anlagen lassen sich sehr kompakt bauen – das komplette Kraftwerk für Schöneck konnte mit einem Tieflader angeliefert werden. Höhere Wirkungsgrade und eine einfache Bedienung sind weitere Vorteile der ORC-Technik.


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