Märkische Allgemeine Zeitung-Online, Autor: Christian Zielke
POTSDAM/INNENSTADT - Dinge, die andere Leute loswerden wollen, sind für Danpower die Geschäftsgrundlage. Das Unternehmen, das seine Büros in der Wilhelmgalerie hat, macht aus Abfällen und Gülle Strom und Wärme.
Von Potsdam aus errichtet und betreibt Danpower Biogasanlagen und Blockheizkraftwerke in einem Dreieck zwischen Hannover, Berlin und Dresden. 2004 fing alles mit sieben Beschäftigten in einer Villa in Babelsberg an. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen allein in Potsdam 52 Menschen und hat im vergangenen Jahr 140 Millionen Euro erwirtschaft. Grund genug für Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sich diese Erfolgsgeschichte einmal anzuschauen. Er wünscht sich, dass Danpower in seiner Stadt investiert, und Geschäftsführer Sven Schmieder versicherte: „Dazu sind wir wild entschlossen.“ Erste Pläne gibt es bereits. Gemeinsam mit dem RBB plane man derzeit ein Blockheizkraftwerk, das die Studios im Filmpark Babelsberg im Winter mit Wärme und im Sommer mit Kälte versorgt. „Derzeit ist ein Genehmigungsantrag in Vorbereitung“, sagt Schmieder.
Jakobs interessierte sich besonders für das Thema dezentrale Energieversorgung, das in Zukunft eine immer größere Bedeutung habe. Grundlastfähige Anlagen wie Biogas- oder Blockheizkraftwerke, die nicht auf Sonne und Wind angewiesen sind, seien „das Gebot der Stunde“. Jakobs sieht durchaus Kooperationsmöglichkeiten zwischen der Energie und Wasser Potsdam (EWP) und Danpower. Die geplante dritte Stufe des Heizkraftwerks Süd sei eine „riesige Investition“, sagt Jakobs. Man müsse darüber diskutieren, ob dezentrale Konzepte nicht sinnvoller seien. Auch Wohnungsbaugesellschaften in der Stadt könnten vom Know-How des Unternehmens profitieren. Immerhin habe Danpower bereits in mehr als 130 Kommunen Erfahrung mit der Strom- und Wasserversorgung. Besonders stolz ist Sven Schmieder auf den Wirkungsgrad von mehr als 80 Prozent in den Anlagen. Bis 2020 sollen weitere 200 Millionen Euro investiert werden. Wie viel davon in Potsdam bleibt, wurde gestern hinter verschlossenen Türen verhandelt.
Quelle:
Erfolgsgeschichte aus Strom und Wärme - Das Potsdamer Unternehmen verwertet Abfälle und Gülle in Biogasanlagen
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