Grünes Licht für Ersatzbrennstoffheizkraftwerk in Bitterfeld Wolfen PD Energy GmbH beschließt Baubeginn. Angebote über das Doppelte der Verwertungskapazität liegen vor. Investitionsvolumen knapp 65 Millionen Euro, 25 Arbeitsplätze werden geschaffen.
Der Chemiepark Bitterfeld Wolfen wird zum Ende 2009 Strom und Wärme aus einem Ersatzbrennstoffheizkraftwerk beziehen. Die Projektgesellschaft PD energy GmbH gab heute Grünes Licht für den Start der Bauphase. Die Grundsteinlegung ist für Anfang November geplant, ein genauer Termin steht noch nicht fest.
Eine Voraussetzung für die Realisation des Projekts ist die Sicherung der Brennstoffzufuhr zu wirtschaftlichen Preisen gewesen. Hartmut Liebisch, Geschäftsführer der PD energy und Gesellschaftervertreter seitens der Danpower kann hier Positives vermelden: „Inzwischen liegen uns Angebote für die Verwertung mittel- und hochkalorischer Reststoffe aus der Reststoffwirtschaft, die ausreichten, sogar zwei Anlagen zu bauen. Dies ist eine solide Entscheidungsgrundlage für den Bau und den Betrieb der Anlage. Mit dem Bau des Ersatzbrennstoffkraftwerks setzen die Danpower und ihr Hauptgesellschafter die Stadtwerke Hannover AG konsequent ihren Wachstumskurs im Energiedienstleistungsbereich fort.“ Die behördliche Genehmigung liegt bereits vor.
Das mit gut 65 Millionen Euro Investitionsvolumen angesetzte Projekt wird durch die Projektgesellschaft PD energy GmbH geschultert, deren Gesellschafter die Danpower GmbH, Potsdam und der Betreiber des Chemieparks - die P-D ChemiePark Bitterfeld Wolfen GmbH sind.
Das Ersatzbrennstoffkraftwerk hat eine elektrische Leistung von neun Megawatt bei gleichzeitiger Auskopplung von 20 Megawatt Raum- und Prozesswärme. Während der Strom ins Netz des örtlichen Netzbetreibers eingespeist wird, wird die gesamte Jahresmenge an Wärme voraussichtlich durch zwei ortsansässige Unternehmen abgenommen. Durch das Heizkraftwerk werden 25 Arbeitsplätze geschaffen.
Von den jährlich benötigten rund 100.000 Tonnen mittel- und hochkalorische Reststoffe aus der Reststoffwirtschaft sollen 70 Prozent langfristig unter Vertrag genommen werden. Die restlichen Verwertungskapazitäten werden kurzfristig am Markt angeboten.
Jürgen Preiss-Daimler, Geschäftsführender Gesellschafter der P-D Group, die den sanierten Chemiepark Bitterfeld Wolfen betreibt, freut sich über die Entscheidung zum Bau des Kraftwerks: „Das Engagement von PD energy ergänzt das Energieversorgungsportfolio des Chemieparks in Punkto Zuverlässigkeit und Klimaverträglichkeit. Das Contracting-Konzept ist sehr überzeugend, was die wirtschaftlichen, aber auch die Umweltaspekte angeht und passt hervorragend in das positive Gesamtbild des Chemieparks.“
Hintergrund: Die Danpower GmbH ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Hannover AG – dem drittgrößten Contracting-Anbieter Deutschlands – mit Sitz in Potsdam. Das Unternehmen versorgt in über 20 Städten rund 25.000 Wohnungen, öffentliche Einrichtungen und Gewerbebetriebe mit Wärme. Die Stadtwerke Hannover AG ist mit ihrem Beteiligungsunternehmen BFG Bitterfelder Fernwärme GmbH zudem Wärmeversorger in Bitterfeld.
Danpower hat 2006 in Bitterfeld bereits neun Millionen Euro für den Bau einer Biogasanlage investiert. Eine ähnliche Biogasanlage wird parallel in Wolgast realisiert. Zudem wurde 2006 u.a. eine ORC-Holzhackschnitzelanlage in Schöneck/Voigtland in Betrieb genommen. Um sich von den von Deutschland nicht beeinflussbaren Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt für Erdöl und Erdgas unabhängiger zu machen und einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, investierte Danpower allein 2006 21 Millionen Euro in Anlagen zur Nutzung von erneuerbarer Bioenergie. Die aktuelle Kraftwerksplanung ist somit eines der größten Projekte des Unternehmens.
Die P-D ChemiePark Bitterfeld Wolfen GmbH hat seit 2001 das Gesicht des 1.200 Hektar großen Bitterfelder Chemieparks grundlegend gewandelt. Mehr als 230 Millionen Euro flossen allein in Infrastrukturmaßnahmen und trugen somit dazu bei, dass internationale Unternehmen in den letzten Jahren über 3,5 Mrd. Euro in neue Anlagen im Chemiepark investierten. Im Ergebnis verfügt der Chemiepark heute über sanierte Flächen, modernste Produktionsanlagen, ein exzellentes Straßen-, Schienen- und Rohrleitungsnetz und grüne Inseln, die dem Namen „ChemiePark“ eine neue Komponente verleihen. Insgesamt zählt der Chemiepark bisher rund 360 Ansiedler, zum Beispiel namhafte Unternehmen wie Bayer, degussa, Solvay oder Akzo Nobel und eine Vielzahl von Dienstleistungsunternehmen, deren Serviceleistungen ganz auf die Bedürfnisse der ansässigen Firmen zugeschnitten sind. 11.000 Arbeitsplätze sind von den Unternehmen geschaffen worden.
Grünes Licht für Ersatzbrennstoffheizkraftwerk in Bitterfeld Wolfen
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